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Im Online Marketing gibt`s keinen Stau – ein Erfahrungsbericht vom Münchner B2Run

Online Marketeer bestreiten ihre Marathons ja bekanntlich eher vorm PC als auf der Aschenbahn. Ähnlich verhält es sich bei den Mitarbeitern von ValueClick. Doch mindestens einmal pro Jahr heißt es: Raus aus dem Büro und hinein in die Welt des Sports. Wie zum Beispiel in diesem Jahr erstmalig zum B2Run in München– auch bekannt unter dem Namen „Firmenlauf“.

Und überraschenderweise haben wir es tatsächlich geschafft, eine Läufergruppe aus immerhin 20 Prozent der Belegschaft für die knapp 6,5 km lange Strecke im hügeligen Münchner Olympiagelände zu begeistern (o.k., für ein paar der Mitstreiter mussten wir auch unsere Überredungskunst etwas walten lassen ;-) . Unser Chef und Marathonläufer, Christian Geyer, musste uns leider kurzfristig im Stich lassen. Denn er weilte geschäftlich in Westlake, USA, wo sich der Hauptsitz von ValueClick Inc. befindet.

Das ValueClick Team "Performance"

Das ValueClick Team "Performance"

Hochmotiviert bis in die Zehenspitzen und ausgerüstet mit Isodrinks und Müsliriegeln standen wir also am vergangenen Donnerstag im Olympiagelände in den Startlöchern. Man erkannte unsere Gruppe schon von weitem: Unser Team-Outfit bestand nämlich aus einheitlichen ValueClick Shirts und passenden Caps – schließlich sollten die Zuschauer ja wissen, wen sie da anfeuern ;-) .

Doch als der Startschuss fiel, hieß es leider nicht lossprinten – im Gegenteil: Nach dem Stau auf dem Mittleren Ring folgte eine vollkommen neue Erfahrung: Stau beim Laufen! Eigentlich kein Wunder bei dem bunten Mix der rund 30.000 Teilnehmer: Eine illustre Mischung aus mega-ambitionierten Sprintern und gemütlichen Walkern. Von einheitlicher Läufer-Geschwindigkeit konnte da keine Rede sein…

Aber irgendwie haben wir es dann doch bis ins Ziel geschafft – zwar pitschnass (an dieser Stelle lieben Dank an Petrus für die Abkühlung, die du uns geschickt hast!), aber gesund, glücklich und auch ein wenig stolz.

Hier noch ein paar O-Töne aus unseren Läufer-Reihen:

Susanne Mittermüller, ValueClick Media: „Der B2Run war eine lustige und schweißtreibende Erfahrung, doch selbst als „untrainierter Hobby-Sportler“ sind die 6,5 km gut zu schaffen. Die vielen Läufer und das Anfeuern der Zuschauer treibt immens an. Beim nächsten Mal hoffe ich jedoch auf weniger Unwetter – oder Klamotten zum Wechseln“

Nicole Ober, ValueClick Media: „Mit Gewitter im Nacken läuft man doch gleich um einiges schneller. Zwischendurch bereute ich es wirklich, vorher nicht häufiger trainiert zu haben. Meine innerliche Motivation sah dann in etwa so aus: ‚Je schneller ich jetzt laufe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich auch noch ohne Schwimmflügel ins Ziel komme!’ …und dorthin habe ich es tatsächlich geschafft! JUHU!!! Ich würde es immer wieder machen! Es war einfach ein super Erlebnis – nächstes Jahr darf dabei aber ruhig die Sonne vom Himmel strahlen.

Das Team-Fazit: Unsere Performance war trotz hohen Verkehrsaufkommens (30.000 Läufer), schlechten Witterungsverhältnissen (heftiges Gewitter), wenig Vorbereitung (1 x Perlacher Forst) insgesamt als überdurchschnittlich gut zu bezeichnen. Und im nächsten Jahr werden wir das weiter perfektionieren.

Hier einige Eckdaten:

  • Sportlichste Abteilung bei ValueClick: ValueClick Media
  • Wetter am 22.7.: Sturm, Hagel, Blitz, Donner aber jede Menge gute Laune
  • Schnellster männlicher Läufer: Jan-Oliver Pilo (kein Wunder: ein PriceRUNNER!!)

Zehn Vorurteile gegenüber Cookies

Die EU-Ratspräsidentenschaft erwägt eine Neufassung des Artikel 5 der Richtlinie zur Privatsphäre und Elektronische Kommunikation (kurz: ePrivacy-Richtlinie). Im Kern geht es darum, über ein Opt-out-System ein Zustimmungsverfahren für Cookies einzuführen. Ziel der Eurokraten ist dabei ein besserer Datenschutz für Internet-User. Eine gut gemeinte Zielsetzung, die jedoch bei den Verbrauchern und Internetsurfern große Verunsicherung in Bezug auf den Einsatz von Cookies ausgelöst hat. Hier wollen wir Sie über einige Unwahrheiten und Klischees aufklären:

1) Cookies erschweren das Surfen im Internet
Richtig ist: Cookies vereinfachen eher das Surfen im Internet. Sie speichern Einstellungen wie Sprache, Nutzername und Passwörter und ermöglichen im E-Commerce individuelle Empfehlungen.

2) Als User ist man Cookies hilflos ausgeliefert
Richtig ist: Jeder User kann sich schon jetzt gegen Cookies entscheiden – so kann man durch die Browsereinstellung die Cookies wieder löschen. Außerdem bieten viele Anbieter schon jetzt Opt-Out Möglichkeiten für ihre Cookies.

3) Cookies speichern personenbezogene Daten
Richtig ist: Die Erhebung von personenbezogenen Daten wie Name und Email-Adresse dürfen laut Telemediengesetz (§ 12) nur erhoben werden, wenn der Nutzer vorher explizit eingewilligt hat. Viel wichtiger: Die Werbewirtschaft sammelt mit Cookies gar keine personenbezogenen Daten, sondern nur anonyme Nutzungsmerkmale, über die sich zu keiner Zeit eine bestimmte Person identifizieren lässt.

4) Nutzer werden nicht ausreichend über Cookies informiert
Richtig ist: Über entsprechende Datenschutzbestimmungen („Privacy Policy“) informieren Diensteanbieter und Verbände die Nutzer schon jetzt über Zweck und Einsatz von Cookies.

5) Die neue ePrivacy-Richtlinie vereinfacht das Surfen im Internet
Richtig ist: Die angedachte Neufassung der ePrivacy-Richtline ist kontraproduktiv: Sie verlangsamt und verkompliziert den Umgang mit dem Internet, wenn Nutzer im Extremfall jedes Mal erneut zustimmen müssen, bevor ein Cookie gesetzt werden darf.

6) Cookies nützen niemanden etwas
Richtig ist: Cookies sind die wirtschaftliche Grundlage für die gesamte Online-Wirtschaft. Ohne sie ist ein Messen und Aussteuern der Werbung unmöglich. Davon profitieren Kunden, Agenturen, Website-Betreiber, aber auch die Nutzer. Oder wollen Sie künftig für Angebote wie sueddeutsche.de, spiegel.de etc. bezahlen?

7) Durch Cookies bekommen User noch mehr Werbung eingeblendet
Richtig ist: Cookies ermöglicht ein gezielteres Aussteuern der Werbung entsprechend der Interessen des Users. Vor allem: User bekommen einzelne Werbemotive nur in einer bestimmten Häufigkeit eingeblendet (Frequency Capping)

8 ) Verschärfte Cookie-Regelungen sind ein weltweites Thema. Die EU muss als Vorbild strenge Richtlinien schaffen
Richtig ist: Eine EU-weite Verschärfung der Cookie-Regelungen verzerrt den weltweiten Wettbewerb. Da derartige Regelungen in anderen Regionen nicht so restriktiv umgesetzt werden bzw. noch gar nicht geplant sind, ergeben sich hieraus Nachteile für europäische Website-Betreiber und Werbekunden.

9) Die Verschärfung der Cookie-Regelung schafft intermediale Chancen-Gleichheit
Richtig ist: Eine Verschärfung der Cookie-Regelungen würde die Online-Branche im intermedialen Wettbewerb benachteiligen. Oder welche staatliche Instanz regelt, welchen TV-Spot Zuschauer vor dem Bildschirm sehen wollen?

10) Der EU geht es um den Verbraucherschutz

Richtig ist: Die möglichen Gefahren des Internets werden durch die neue EU-Regelung überproportional stark hervor gehoben und als Wahlkampfthema missbraucht. Publishern, Website-Betreibern und Medienanbietern im Netz wird dagegen ein latenter Datenmissbrauch und damit grundsätzlich eine unredliche Absicht unterstellt.

Hier noch eine amüsante Video-Interpretation zum Thema Cookies: Viel Spaß!


How can cookies make your surfing experience convenient? Animated Explanations

Neue Serie: Mitarbeiter von ValueClick stellen sich vor

Natalia Dorobantu arbeitet als Sales Managerin bei ValueClick und steht heute all about adnetworks Rede und Antwort zu ihrem Alltag bei ValueClick.

all about adnetworks: Natalia, beschreibe bitte Deinen Arbeitsalltag in fünf Worten.
Natalia Dorobantu: CPC, CPM, CPL, CPO, CPA :-)

all about adnetworks: Warum hast Du Dich für ValueClick als Abeitgeber entschieden?
Natalia Dorobantu: ValueClick ist eines der größten integrierten Online- Marketing-Unternehmen weltweit. Diese Tatsache beeindruckt natürlich im Hinblick auf die Wahl des Arbeitgebers ungemein.

all about adnetworks: Welchen Berufswunsch hattest Du als Kind?
Natalia Dorobantu: Ich wollte immer Lehrerin werden.

all about adnetworks: Welche der folgenden Begriffe passen eher zu Dir? Aufschieber oder Vorabeiter? Früher Vogel oder Nachteule? Kaffee-Junkie oder Tea-Timer
Natalia Dorobantu: Kaffee-Junkie, der ungern aufschiebt aber inzwischen gerne ausschläft.

all about adnetworks: Was ist Dein Geheimtipp im Netz?
Natalia Dorobantu: www.citydeal.de / www.groupon.de

all about adnetworks: Was bedeutet für Dich Targeting?
Natalia Dorobantu: Targeting ist die richtige Botschaft zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

all about adnetworks: Was ist Dein peinlichster Bookmark?
Natalia Dorobantu:
Den gab es noch nie :)

all about adnetworks: Was ist für Dich die wichtigste Erfindung aller Zeiten?
Natalia Dorobantu: Definintiv das Telefon

all about adnetworks: Wie lange würdest Du es ohne PC, Internet und Handy aushalten?
Natalia Dorobantu:
Eine ganze Weile

all about adnetworks: Jetzt haben wir einiges über Dich erfahren, aber was denken Deine Kollegen über Dich?
Natalia Doroabantu: Dass ich die perfekte Familien-Ministerin wäre :)

AGOF will Leistungswerte der Ad Networks veröffentlichen

Das könnte der Gattung „Ad Networks“ einen kräftigen Schub geben: Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem Modell, die Leistungswerte der Ad Networks auszuweisen. An dem Projekt, so berichtet heute wuv.de, ist auch die BVDW Unit Ad Networks beteiligt. Für die Gattung hätte eine Veröffentlichung der eigenen Leistungswerte nur positive Folgen – etwa eine  bessere Vergleichbarkeit und damit mehr Transparenz. „Wir sehen eine Ausweisung in der AGOF als Voraussetzung einer sinnvollen Planbarkeit“, betont Andreas Heintze, Country Manager ValueClick Media. Jetzt müssen jedoch zunächst erst die methodischen Herausforderungen des Projektes gelöst werden. Alles über den weiteren Fortgang steht hier

Drei Grundbausteine einer erfolgreichen Retargeting Kampagne

Eine Retargeting Kampagne wird erfolgreich, wenn man sich im Vorfeld folgende Punkte überlegt:

1. Was will ich mit der Retargeting Kampagne erreichen?

2. Welche Retargeting Methode macht für mein Unternehmen Sinn?

3. Habe ich die internen Ressourcen eine Retargeting Kampagne umzusetzen?

Zu 1) Retargeting dient ausschließlich dem Zweck, Personen, die meine Webseite besucht haben, wieder anzusprechen und zu einem erneuten Besuch der Webseite zu bewegen. In diesem Zusammenhang sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Erfolgsmöglichkeiten einer Retargeting Kampagne linear mit der Anzahl der Besucher einer Webseite steigen.

Hier von absoluten Userzahlen auszugehen, halte ich für unangebracht, da auch drei zurückgeholte Besucher, von denen nur einer konvertiert, bei einem sehr hochpreisigen Produkt oder einer hochpreisigen Dienstleistung einen Erfolg bedeuten kann. Generell ist aber zu sagen, dass eine gleichzeitige Bewerbung der Produkte oder der Webseite sehr sinnvoll ist.

Zu 2) Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, dass Retargeting ausschließlich für eCommerce Kunden Sinn macht, haben wir festgestellt, dass Retargeting auch bei den meisten eServices-Anbietern, wie z. B. Dating, zu einer Effizienzsteigerung beitragen kann. Hier wird beim Retargeting im Cookie nicht festgehalten, für welche Produkte sich der User interessiert hat, sondern es werden Formularinformationen, wie beispielsweise das Geschlecht oder auch der jeweilige Schritt im Anmeldeprozess, registriert.

An dieser Stelle ist zu betonen, dass keine Daten, die einen Rückschluss auf die jeweilige Person zulassen, im Cookie gespeichert werden. Personenbezogene Daten darf ein Unternehmen ohne ausdrückliche Einwilligung nicht weitergeben oder für Werbezwecke verwenden. Trotzdem lassen sich mit Hilfe von Cookies sehr gezielte, auf den Empfänger zugeschnittene Werbebotschaften transportieren. Welche Methode die Richtige für Ihr Unternehmen ist, sollte vorab in einem Konzept erarbeitet werden. Hier empfehle ich auf die Erfahrungen des Ad Networks zurückzugreifen.

Zu 3) Je komplexer die angewendete Retargeting Strategie ist, desto größer ist auch der technische Implementierungsaufwand. Diese Aussage soll Sie jetzt nicht davon abbringen, sinnvolle Lösungen zu erarbeiten, die, je besser durchdacht, natürlich auch zu besseren Ergebnissen führen. Erfahrungsgemäß benötigen Sie jedoch bei allen Retargeting Kampagnen, die eine aktive Übergabe von Produkt-IDs oder anderen Variablen erfordern, eine Person im Unternehmen, die eine Programmiersprache beherrscht. Eine einfache Retargeting Kampagne dagegen ist für jedes Unternehmen schnell und bequem realisierbar.

Vermarkterübergreifendes Retargeting versus Frequency Capping?

 
 
 

Simon Frank, ValueClick Media

Gastbeitrag von Simon Frank, Business Development Manager bei ValueClick Media

Das Thema Retargeting ist momentan in aller Munde und hat sich zu einem „Must Have“ in jedem Mediaplan entwickelt. Die Branche ist sich mittlerweile auch einig, dass sich User Retargeting sehr positiv auf die Konversionrate auswirkt. Deshalb haben diese Funktionalität mittlerweile fast alle Marktteilnehmer im Portfolio.  Wo aber liegt der Vorteil, den  insbesondere Medianetzwerke bieten können?

Oft hat man im Online Marketing die Diskussion, daß sich der User von der Werbung „verfolgt“ fühlen und dem Unternehmen damit ein Imageschaden entstehen könnte. Hier kommt das Frequency Capping ins Spiel. Mit dieser Funktion kann man sehr einfach begrenzen, wie oft ein User ein Werbemittel angezeigt bekommt. Diese Technologie ist weit verbreitet und jeder moderne Adserver ermöglicht es, einen Frequency Cap zu setzen.

Aber warum wird Frequency Capping dennoch häufig nicht genutzt? Um diese Frage zu beantworten muss man sich die einzelnen Anbieter von Retargeting Dienstleistungen ansehen. Hier gibt es Agenturen, Technologieanbieter und Medianetzwerke oder Portale.  Agenturen und Technologieanbieter verfügen in der Regel über kein eigenes Medianetzwerk. Um eine Retargeting Kampagne für den Kunden umsetzen zu können, müssen diese Medialeistungen beim Vermarkter/Drittanbieter einkaufen. Meist greifen sie hierfür auf große Portale und/oder Ad Networks zu. Weiterer Vorteil: man bucht hier zu sehr günstigen TKPs oder sogar CPCs ein und kann schon alleine aufgrund des niedrigen Einkaufspreises sehr gute CPOs erzielen. 

Um das Retargeting effektiv und erfolgreich vermarkterübergreifend einzusetzen, ist es zwingend erforderlich, dass man allen Vermarktern und Netzwerken die Möglichkeit gibt, User auf der Seite des Kunden zu markieren und damit später wiederzuerkennen. Ein Frequency Cap lässt sich jedoch  ausschließlich auf Publisherseite und nicht übergreifend realisieren, da der eine Publisher ja nicht weiß, ob der Andere dem User nicht bereits Werbung gezeigt hat. 

Die Agentur oder der Technologieanbieter kann zwar einen Frequency Cap setzen, allerdings setzt dies voraus, dass sie oder er Alternativkampagnen anderer Advertiser zur Verfügung haben, die sie dem User zeigen können, wenn das Frequency Cap bereits erreicht wurde. Diese Möglichkeit hat eine Agentur oder ein Technologieanbieter in der Regel  nicht. Bucht man eine Retargeting Kampagne über ein ausreichend reichweitenstarkes Medianetzwerk, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: professionelles Retargeting plus Frequency Capping!

Diskussion zur Umsetzung der US-Datenschutz-Initiative von NAI und IAB

Targeting und Datenschutz – zwei Themen, die nicht nur die Politik, sondern auch die ganze Branche intensiv beschäftigen. Die amerikanische Interessensvertretung der wichtigsten Online Marketing Anbieter, NAI (Network Advertising Initiative), und die IAB (Interactive Advertising Bureau) gehen jetzt mit ihrer Initiative „CLEAR Ad Notice“ einen weiteren Schritt: Mithilfe einer technischen Spezifikation sollen Werbenetzwerke und Adserver-Anbieter dem User direkt im oder neben dem Werbemittel einen Button anzeigen, der ihn zu weiteren Informationen und einem möglichen Cookie-Opt-Out führt. Nutzer können sich damit aktiv dafür entscheiden, bestimmte Werbung nicht mehr angezeigt zu bekommen.

Somit wird jedes Mitglied der NAI diese Technik zukünftig im eigenen System anwenden und somit für mehr Transparenz und Datenschutz im Bereich User Retargeting bzw. Behavorial Targeting zu sorgen. Darüberhinaus müssen sie ihre AGB entsprechend anpassen und auch die Publisher ihres Netzwerks dazu aufrufen, ihre Datenschutz-Richtlinien entsprechend abzuändern.

Als aktives Mitglied der NAI hat ValueClick Media bereits seine Publisher-AGB angepasst und die Publisher im eigenen Netzwerk dazu aufgerufen, die Datenschutzregelungen auf ihren Webseiten zu ergänzen.

Was denken Sie über die US-amerikanische Datenschutz-Initiative und welche Maßnahmen haben Sie hierzulande bereits umgesetzt oder planen Sie einzuführen? Diskutieren Sie mit!

NAI-Studie belegt Effektivität von Behavioral Targeting

Angeklickte Werbebanner, die Abverkauf generieren sollen, weisen eine doppelt so hohe Konversionsrate auf, wenn sie verhaltensbasiert ausgeliefert werden. Dies belegt eine aktuelle Studie der amerikanischen NAI (Network Advertising Initiative), zur Effektivität von Behavioral Targeting-Kampagnen. Zudem sind der Studie zufolge die Erlöse um das 2,7-fache höher, wenn die Werbebanner auf Basis von Behavioral Targeting-Daten ausgeliefert wurden und nicht über eine Standardbuchung. Die in der Regel höheren Schaltpreise für Kampagnen, die dem vorherigen Surfverhalten der User angepassten wurden, sind der NAI zufolge demnach gerechtfertigt.

Die NAI ist ein Zusammenschluss von derzeit 40 Unternehmen, darunter auch die zehn größten US-Adnetworks (Google, Microsoft Advertising, Yahoo!, AOL Advertising, Specific Media, ValueClick, u.a.), die sich als amerikanische Interessensvertretung der Adnetworks-Industrie versteht.

Hier geht es zur aktuellen Pressemitteilung der NAI zu dieser Studie, über die auch das Fachmedium ADZINE vergangene Woche berichtet hat. Eine ähnliche Untersuchung zum Thema „Effizienz von Retargeting-Kampagnen“ hat ValueClick kürzlich anhand verschiedener Case Studies durchgeführt. Nachzulesen sind die Ergebnisse im Whitepaper „Improving Performance with Retargeting“. Wir hatten hier im Blog bereits darüber berichtet.

Erfolgsfaktoren für User Retargeting

Über User Retargeting wird in der Online Media Branche viel gesprochen. Es gilt als Killerapplikation, um aus Interessenten Kunden zu machen. Aber wie funktioniert der Mechanismus und worauf kommt es bei der Ausgestaltung an?

Zunächst eine Definition: Mit Retargeting kann man Usern, die bereits in Kontakt mit dem Werbungtreibenden, z.B. auf dessen Website, standen oder eines seiner Werbemittel angeklickt bzw. gesehen haben, in den Weiten des Webs wiederfinden und erneut gezielt adressieren. Je spezifischer die erneute Ansprache ausfällt, desto höher sind die Erfolgschancen. Wichtig: es werden dabei keinerlei personenbezogene Daten gespeichert, der User wird nur über Cookies auf seinem PC anonym „wiedererkannt“.

ValueClick Media hat in den USA zahlreiche Retargeting-Kampagnen analysiert. Daraus ist ein White Paper entstanden, das sowohl werbungtreibenden Unternehmen als auch Agenturen das Thema klar und verständlich näherbringt. Es erklärt, wie Retargeting funktioniert und beschreibt die Erfolgsfaktoren einer Retargeting Kampagne praxisnah anhand von fünf Beispielen aus verschiedenen Branchen (darunter Mobilfunk, Steuerdienstleistung, Reise und Handel).

Die Grundvoraussetzungen:

  • Setzen eines Tags/Pixels auf bestimmten Landingpages oder im Flash-Werbemittel
  • Erstellen passender Werbemittel, die Nutzer zu einer Handlung aktivieren
  • Ausliefern der Botschaft an eine ausreichend hohe Anzahl an Usern

Die Erfolgsfaktoren:

  • Vorheriges Identifizieren von Interessenten über das Setzen von Cookies
  • Aussenden passender Werbebotschaften und gezielte Wieder-Ansprache interessierter User (Achtung: Es ist wichtig, hier andere, passende Botschaften zu kreieren!)
  • Ausreichend hohe Reichweite des Netzwerkes, um interessierte Nutzer wiederzufinden

Das Fazit:

Mit Hilfe von Retargeting können werbungtreibende Unternehmen die Performance ihrer Online Kampagnen signifikant steigern. Als Beispiel: Die besten Kampagnen aus dem ValueClick Media-Netzwerk konnten dadurch im Zeitraum zwischen dem 12. Juni 2007 und dem 12. Juni 2008 ihre Performance bezogen auf die Click Through Rate (CTR) im Schnitt um circa 270 Prozent steigern, bezogen auf die Conversions gelang ihnen dies sogar um 5.150 Prozent. Untersucht wurden dabei Top Kampagnen in insgesamt 24 verschiedenen Kategorien wie etwa Versicherungen, Kleidung & Schmuck, Airlines oder auch Sport & Freizeit.

Sämtliche Ergebnisse und Case Studies finden Sie im White Paper „Improving Performance with Retargeting“, das hier zum Download bereit steht: improving_performance_with_retargeting

„Aus fünf mach eins“ – IWB-Beitrag zu den Verdienstmöglichkeiten von Publishern

Ein aktueller Online-Beitrag des US-Mediendienstes AdvertisingAge beschäftigt derzeit die Online Marketing-Branche. Der Tenor des Artikels: Immer mehr Website-Publisher in den USA klagen über zu geringe Einkünfte. Die These stützte sich auf eine Rechnung von Tolman Geffs, Co-Präsident der Investmentbank Jordan Edmiston. Er behauptete, einem Publisher bliebe von fünf Euro TKP nach Abzug der Einnahmen von Agentur, Provider, Ad Network, Ad Exchange-Anbieter und Adserver-Betreiber gerade einmal ein einziger Euro übrig.

Grund genug für die Internet World Business eine Blitzumfrage unter ausgewählten deutschen Branchenvertretern (Agenturen, Vermarkter, Publisher und Adnetwork) durchzuführen, um deren Meinung dazu zu erfahren. Andreas Heintze, Country Manager ValueClick Media, sieht den Sachverhalt so: „In unserem Ad-Network werden Kampagnen immer automatisch nach dem höchsten eCPM ausgesteuert. Zusätzlich kann der Publisher auch eine TKP-Untergrenze definieren, für die er Werbung ausliefern möchte.“ Seiner Auffassung zufolge, „profitieren Publisher von der Bereitstellung eines komfortablen User-Interfaces, der Optimierungstechnologie und vom großen Angebot attraktiver Kampagnen“, erklärt er gegenüber der Internet World Business (Ausgabe 6, EVT: 15. März 2010. Weitere O-Töne in der Umfrage stammen von Wolfgang Bscheid (Mediascale), Frank Schultheiss (Deine-Tierwelt.de), Richard Kim (Pilot München), Christoph Schuh (Tomorrow Focus) und Tanja zu Waldeck (Netmoms).